Ein Plastikmodell hoher Detailgenauigkeit wird üblicherweise in folgenden Stufen gebaut: Zuerst werden die einzelnen Bauteile oder Baugruppen zusammengeklebt. Danach werden die infolge nicht optimal passender Teile entstandenen Fugen und Nähte verspachtelt bzw. abgeschliffen. Danach werden die einzelnen Baugruppen bemalt oder mittels Airbrush lackiert, solange sie noch frei von allen Seiten zugänglich sind. Anschließend werden die einzelnen Baugruppen zum kompletten Modell zusammengefügt. Im nächsten Schritt werden Markierungen, Beschriftungen oder Kennzeichen meist in Form von Nassschiebebildern (Abziehbildern) aufgebracht. Als letzter Schritt folgt das sogenannte Finish. Darin werden durch verschiedene Bemalungstechniken Konturen hervorgehoben, Tiefenwirkungen erzielt oder Alterungs- bzw. Abnutzungseffekte oder Schmutz dargestellt. Im Plastikmodellbau besteht heute für fortgeschrittene Modellbauer die Möglichkeit, bei verschiedenen Herstellern, die sich darauf spezialisiert haben, Nachrüst- oder Zurüstbausätze zu bestellen. Damit kann man Teile, die beim Originalbausatz ungenügend detailliert oder sogar fehlerhaft sind, austauschen oder zusätzlich detaillieren. Solche Zurüstbausätze bestehen meist aus Resin- oder Fotoätzteilen. Selbst Abziehbilder gibt es in zahlreichen Variationen separat zu kaufen oder können mit Spezialdruckern selbst gedruckt werden. Es gibt eine umfangreiche Fachliteratur, in der z. B. die Originalobjekte mit Detailfotos von allen Seiten präsentiert werden oder in der auf Besonderheiten oder Fehler der angebotenen Bausätze hingewiesen wird.